loops Kurzübersicht

loops ist eine Weiterentwicklung einer Informationsmanagement-Plattform für Plone (PloneLoops), die derzeit unter anderem zur Aufgabenverwaltung und im Weiterbildungsmanagement (E-Learning, Blended Learning) eingesetzt wird.

loops ist eine völlige Neuentwicklung auf der Basis von Zope 3, die sich insbesondere die Komponentenarchitektur von Zope 3 zunutze macht. Dieses Baustein-Modell ermöglicht ein extrem hohes Maß an Flexibilität, Konfigurierbarkeit und Erweiterbarkeit.

.loops/resources/loops.png

Struktur

In loops werden drei Arbeitsbereiche (spaces) unterschieden:

Resource Space

Ablage von Dokumenten, Media Assets (Files, Bilddateien, etc.) und Datenobjekten.

Für die verschiedenen Ressourcen-Typen - und bei Bedarf auch spezifisch für Einzelobjekte - können unterschiedliche Speicherformen (storages) konfiguriert werden, so dass eine auf die verschiedenen Arten von Ressourcen optimierte Speicherung möglich ist. Dabei können grundsätzlich auch externe Speicher (z.B. ein dediziertes Media Asset oder Document Management System) angebunden werden.

Textuelle Ressourcen (Dokumente und Text-Dateien, z.B. PDF) können über einen Volltextindex effizient gesucht werden.

View Space

Bereitstellung einer konfigurierbaren Benutzeroberfläche mit Menüs, Seiten, Auflistungen.

Jedes Objekt (node) im view space ist mit einer Ressource oder einem Begriff (concept, s.u.) verknüpft.

Die Oberfläche kann jederzeit beliebig umstrukturiert werden; es können auch beliebige unterschiedliche Strukturen eingerichtet werden, die entweder automatisch (z.B. nach Benutzergruppe) oder gezielt vom Benutzer ausgewählt werden.

Concept Space

Definition von hierarchischen und vernetzten Begriffsstrukturen.

Damit lassen sich z.B. komplexe Metadatenmodelle und Ontologien abbilden.

Ein Begriff verweist auf eine oder mehrere Ressourcen, so dass auf diese Weise z.B. eine semantische Suche nach Dokumenten möglich ist.

In Verbindung mit einem entsprechenden Objekt im view space ist auch ein Drill-Down (Verfeinerung/Restriktion der Suche durch Clicken auf ein Unterobjekt) bzw. eine Navigation entlang der Verweise zwischen den Knoten möglich, wobei jeweils alle zugehörigen Ressourcen aufgelistet werden können.

Der concept space bildet so den Kern einer Wissensmanagement-Anwendung, die durch die Verknüpfung mit dem resource space um Dokumentenmanagement-Funktionen erweitert wird.

Durch spezialisierte Begriffstypen (concept types), z.B. Task oder LearningUnit, lassen sich auch Anwendungssysteme entwickeln, die auf dem Basis-Konzept des Informations- (Content-, Dokumenten-) Management aufbauen, aber in der Funktionalität weit darüber hinausgehen, etwa aus den Bereichen Issue, Task und Configuration Management (z.B. im Online Helpdesk), Projektmanagement oder Learning Management.

Der view space ermöglicht zudem die Definition einer Präsentationsschicht, über die sich ein solches System z.B. als Web-CMS nutzen lässt, mit dem etwa ausgewählte Informationen einem bestimmten Nutzerkreis oder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können.

Implementierung

Technische Basis ist das Application Management Framework Zope 3, das die Entwicklung und den Betrieb komplexer serverbasierter Anwendungen erlaubt. Als Datenbank wird primär die in Zope integrierte objektorientierte Zope object database (ZODB) verwendet; bei Bedarf bzw. in Teilbereichen (typischerweise im resource space) können auch andere Datenbanken (insbesondere relationale Datenbanken wie Oracle, PostgreSQL und MySQL) eingebunden bzw. als Speicher verwendet werden.

Die Standardbenutzeroberfläche ist browserbasiert; es müssen also keine speziellen Softwarekomponenten auf den Clients installiert werden. Wichtig Komfortfunktionen, die von einer Standard-Webbrowser-Oberfläche nicht bereitgestellt werden, werden über JavaScript-Funktionen abgedeckt.

Höhere Ansprüche an die Benutzeroberfläche können grundsätzlich durch spezielle Clients z.B. auf der Basis von Flash oder installierbare Programm-Module realisiert werden.